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Die 10 einfachsten Pflanzen für ein Garnelenbecken

Im Garnelenbecken sind Pflanzen nicht nur Dekoration: Sie bedeuten Verstecke für den Nachwuchs, Flächen für Biofilm und stabileres Wasser. Wenn du Red Cherry oder Crystal Red hältst, kannst du mit diesen 10 einfachen Pflanzen starten, die bei wenig Licht und ohne CO2 wachsen.

Warum Pflanzen ins Garnelenbecken?

Pflanzen erfüllen im Garnelenbecken drei Aufgaben: Sie bieten dem Nachwuchs und frisch gehäuteten Garnelen Verstecke, auf ihnen sammelt sich der Biofilm, den Garnelen den ganzen Tag abweiden, und sie verbrauchen überschüssiges Nitrat, was die Wasserqualität stützt. Garnelen können auch in einem kahlen Becken leben, aber dann überlebt meist weniger Nachwuchs. Besonders Moose sind für Jungtiere am wertvollsten. Zur allgemeinen Pflege siehe den Ratgeber Red Cherry und Neocaridina.

Die 10 einfachsten Pflanzen fürs Garnelenbecken

1. Javamoos (Taxiphyllum barbieri)

Die Nummer eins im Garnelenbecken. Sein dichter, verzweigter Wuchs bietet Jungtieren dreidimensionale Verstecke, und darauf bildet sich schnell Biofilm. Es wächst bei wenig Licht und braucht kein CO2. Binde es an einen Stein oder eine Wurzel. Wird es sehr dicht, kann sich innen Schmutz sammeln; alle paar Wochen leicht auslichten reicht.

2. Christmas Moss (Vesicularia montagnei)

Ähnlich wie Javamoos, aber ordentlicher, in Etagen wachsend wie kleine Tannenbäume. Auch es wächst bei wenig Licht ohne CO2 und ist ein hervorragendes Versteck für den Nachwuchs. Es wächst etwas langsamer als Javamoos.

3. Pearl Moss

Ein Moos mit kleinen, runden Blättchen und weichem, polsterartigem Aussehen. Statt sich auszubreiten, wächst es in Polstern. Es lebt bei wenig bis mittlerem Licht und wächst langsam. Garnelen streifen gern zwischen den Polstern umher.

4. Subwassertang (Lomariopsis lineata)

Eigentlich ein Lebermoos, verhält sich aber wie ein Moos. Seine überlappenden, gelappten Blätter bilden Verstecke in mehreren Lagen und sammeln viel Biofilm. Es wächst langsam, braucht kaum Rückschnitt und fühlt sich bei wenig Licht wohl. Auch in Caridina-Becken ist es beliebt.

5. Anubias nana

Ein Aufsitzer mit dicken, festen Blättern, der 5–10 cm hoch bleibt. Er lebt bei wenig Licht, braucht kein CO2 und wächst sehr langsam. Das Rhizom nicht in den Bodengrund eingraben, sonst fault es. Befestige die Pflanze mit Angelschnur oder Pflanzenkleber an Stein oder Holz. Die breiten Blätter sind für Garnelen Weide- und Ruheplatz zugleich.

6. Javafarn (Microsorum pteropus)

Ein Aufsitzer wie Anubias: langsam wachsend, pflegeleicht und tolerant gegenüber wenig Licht. Auch hier das Rhizom nicht eingraben. Die langen Blätter geben dem hinteren Beckenbereich eine schöne Struktur.

7. Bucephalandra

Ein Aufsitzer ähnlich wie Anubias, aber kleiner und oft mit farbigen Blättern. Wächst sehr langsam, lebt bei wenig Licht und braucht kein CO2. Meist teurer als die anderen, wirkt aber in kleinen Becken sehr edel.

8. Salvinia

Eine Schwimmpflanze mit behaarten Blättern. Sie bedeckt die Oberfläche teilweise, dämpft das Licht, verbraucht überschüssiges Nitrat, und ihre herabhängenden Wurzeln bieten dem Nachwuchs Verstecke. Sie wächst schnell und muss regelmäßig ausgedünnt werden. Starke Oberflächenströmung mag sie nicht.

9. Rotwurzel-Schwimmpflanze (Phyllanthus fluitans)

Eine hübsche und nützliche Schwimmpflanze mit rötlichen Blättern und Wurzeln. Garnelen klettern zwischen den Wurzeln umher, auf denen sich Biofilm hält. Sie wächst schnell; dünne sie ab und zu aus, damit sie nicht die ganze Oberfläche bedeckt.

10. Wasserlinsen

Die einfachste Schwimmpflanze: kaum umzubringen und schnell beim Nitratabbau. Sie vermehrt sich aber sehr schnell, kann die Pflanzen darunter beschatten und ist kaum wieder ganz aus dem Becken zu bekommen. Wenn du sie nutzt, musst du regelmäßig einen Teil abfischen.

Brauchen diese Pflanzen CO2 oder Dünger?

Nein. Alle Pflanzen auf dieser Liste kommen ohne CO2-Anlage und ohne starke Düngung aus. CO2 und Dünger beschleunigen das Wachstum, aber im Garnelenbecken ist stabiles Wasser das Wichtigste; schnelleres Wachstum bedeutet mehr Rückschnitt und mehr Schwankungen. Wenn du doch düngst, stelle sicher, dass der Dünger kein Kupfer enthält. Was die Werte bedeuten, erklären wir im Ratgeber Wasserwerte.

So setzt du die Pflanzen ein

  • Binde Moose mit Angelschnur an Steine, Holz oder Kokosnussschalen oder klebe sie mit Pflanzenkleber auf.
  • Die Rhizome von Anubias, Javafarn und Bucephalandra nicht eingraben, sondern an Stein oder Holz befestigen.
  • Schwimmpflanzen dorthin setzen, wo die Strömung am schwächsten ist.
  • Spüle neue Pflanzen gründlich ab und halte sie vor dem Einsetzen ein paar Tage in einem separaten Gefäß. So erkennst du Schneckeneier und Schädlinge wie Planarien, und es ist wichtig bei Händlerpflanzen, die mit Pestiziden behandelt sein könnten.
Tipp: Richtest du ein neues Becken ein, setze die Pflanzen vor den Garnelen ein und warte, bis das Becken eingefahren ist. Die Schritte findest du im Ratgeber Garnelenbecken einrichten. Achte beim Arbeiten mit Pflanzen auf saubere Hände ohne Seifen- oder Cremereste.

Die Werte und Empfehlungen in diesem Ratgeber entsprechen dem, was in der Garnelenhaltung allgemein anerkannt ist. Sie können je nach Linie, Wasser und Züchter abweichen. Ändere dein Becken in kleinen Schritten.

Halte dein Becken schon beim Einrichten fest

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